Teichpflege



Teich im Winter

Teichpflege im Winter

In den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar ruht das Teichleben. Trotzdem gibt es ein paar wichtige Maßnahmen, damit ihre Schützlinge gut durch den Winter kommen.



Nachdem der Teich im Herbst ausgiebig auf den Winter vorbereitet wurde, besteht im Winter die Hauptpflege darin, dass der Teich nicht komplett zufriert (vor allem wichtig bei Gartenteichen mit Fischbesatz).


Überblick der wichtigsten Maßnahmen im Winter:
  • Fütterung der Teichfische komplett einstellen
  • Pumpen und Filter aus dem Wasser nehmen und frostfrei lagern
  • Eisfreihalter über der tiefsten Stelle im Teich einsetzen, um das komplette Zufrieren des Teichs zu verhindern (wichtig für den Austausch von Sauerstoff und Faulgasen)
  • Bei sehr kalten Temperaturen zusätzlich einen Teichheizer einsetzen
  • Laubschutznetz vor dem ersten Schnee entfernen
  • Fische entnehmen, wenn der Teich keine Mindesttiefe von 90 cm (besser 1,20 m) hat
  • Teichpflanzen, die nicht winterhart sind, entfernen und an einem frostsicheren Ort aufbewahren
  • Schnee mit einem Besen auf der zugefrorenen Teichoberfläche entfernen, damit Licht ans Wasser kommt (vermeiden Sie aber unnötigen Stress für die Fische)
  • Prüfen Sie, ob spitze Eisschollen Beschädigungen am Teichrand oder der Teichfolie verursacht haben


Eisfreihalter installieren - Wasseroberfläche eisfrei halten
EisfreihalterFrostige Temperaturen führen dazu, dass die Teichoberfläche zufriert. Durch eine geschlossene Eisdecke gelangt kein Sauerstoff in den Teich und Faulgase können nicht entweichen. Mit einem Eisfreihalter (je nach Größe zwischen 5 und 10 Euro) können Sie das Zufrieren der Teichoberfläche an einer Stelle im Teich verhindern und dafür sorgen, dass der notwendige Gasaustausch weiterhin stattfinden kann.

Ein Eisfreihalter hat meist eine runde Form und besteht aus Styropor. Zwischen dem Deckel und dem unteren Teil des Eisfreihalters befinden sich Luftschlitze, durch die der Gasaustausch stattfindet.

Platzieren Sie den Eisfreihalter über der tiefsten Stelle im Gartenteich und veranktern ihn. Nehmen Sie den Deckel ab und befüllen Sie anschließend die dafür vorgesehenen Kammern mit Sand oder Kies. Das Gewicht lässt den Eisfreihalter etwas ins Wasser eintauchen und verhindert so das Gefrieren der oberen Wasserschichten. Prüfen Sie regelmäßig, ob die Luftungskanäle frei von Eis, Schnee und sonstigen Verunreinigungen sind.

Ein Eisfreihalter ist natürlich nur bei kurzem Frost wirklich wirkungsvoll. Bei langanhaltenden sehr kalten Temperaturen empfiehlt es sich, zusätzlich eine Teichbelüfter oder Teichheizung einzusetzen.


Teichheizung - eisfrei auch bei sehr kalten Temperaturen
TeichheizerBei langanhaltenden sehr kalten Temperaturen besteht die Gefahr, dass der normale Eisfreihalter nicht mehr ausreicht und vereist. Um trotzdem eine Stelle in der Teichoberfläche eisfrei zu halten, kann ein Teichheizer (ab ca. 60 Euro) eingesetzt werden.

Der Heizstab wird dabei durch ein Styropor-Stück gesteckt und auf die Teichobefläche gesetzt. Durch die Wärme des Heizstabs wird das Zufrieren dieser Stelle verhindert.

Um die Arbeit der Teichheizung zu regulieren, kann auch ein Frostwächter eingesetzt werden. Dieser wird an das Endgerät (z.B. einen Teichheizer) angeschlossen und sorgt dafür, dass sich die Teichheizung erst ab einer bestimmten Temperatur einschaltet. Das spart Strom und Kosten.


Hinweis
Versuchen Sie auf keinen Fall Löcher in die Eisschicht zu schlagen. Durch die Schläge werden unter dem Eis Druckwellen erzeugt, die die Schwimmblase der Fische schädigen können. Die Schädigung der Schwimmblase kann dazu führen, dass die Fische nicht mehr richtig schwimmen können und letztendlich sterben.


Gut zu wissen
Wissen
Hacken Sie im Winter auf keinen Fall Löcher in die Eisdecke. Durch die Schläge und die dadurch entstehenden Schallwellen unter dem Eis, kann die Schwimmblase der Fische geschädigt werden oder sogar zum Tod der Fische führen.